Archäologie sichtbar machen - Farbe zeigt Geschichte

Im November 2025 wurden auf dem Boden des Ettinghausenplatz in Frankfurt-Höchst verschiedene farbliche Markierungen angebracht.

Archäologie sichtbar machen - Farbe zeigt Geschichte

2020 fanden am Platz archäologische Ausgrabungen statt, dessen historische Funde nun durch die Bodenfarben sichtbar gemacht werden. Sie bilden sozusagen ab, was sich direkt darunter in der Erde befindet.

🟦 Die Farbe blau-grau zeigt die Grundrisse eines ehemaligen Turms: im Mittelalter stand hier an der Stadtmauer ein vorspringender Turm, der als “Hinterturm” bezeichnet wurde.

🟨 Die gelben Markierungen zeigen die Grundrisse der 1. Synagoge die an dieser Stelle stand: Diese wurde 1805/06 errichtet, und 1816 nochmal neu - als 2. Synagoge - errichtet.

🟧 Die rot-orangen Markierungen zeigen die Grundrisse der 3. Synagoge. Im 19. Jahrhundert wuchs die jüdische Gemeine in Höchst an, dass die Gemeinde an der Stelle eine neue, größere Synagoge mit roten Ziegelsteinen, seitlichen Zwiebeltürmchen und bogenförmigen Fenstern errichtete.

Diese wurde 1905 eingeweiht, und im Zuge der Reichspogromnacht 1938 von den Nationalsozialisten zerstört.
Die angebrachten farblichen Markierungen sind ein erster Schritt zur späteren Installation, die Betonelemente, Stadtmöbel, einem Metallgerüst und wachsende Weinpflanzen auf dem Platz beinhalten werden.
Umgesetzt wird ein Denkmals-Entwurf vom Büro Meixner Schlüter Wendt und KuBuS Freiraumplanung, die BSMF übernimmt die Projektsteuerung/Bauherrenvertretung.
In Absprache mit der Stadt wurde die KEG Frankfurt als Bauherrschaft des Projekts eingesetzt, was im Laufe 2026 weiter umgesetzt wird.